Philosophie
Das Terroir und das Cool Climate des Bodensees stehen im Fokus. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung sowie insbesondere auf den Burgundersorten Chardonnay, Weißburgunder und Spätburgunder. Dabei soll vor allem geschmacklich die regionale Herkunft der Weine herausgearbeitet werden – also jenes Umfeld und jener Jahresverlauf, den der Rebstock tatsächlich erlebt hat.
Jeder Weingarten ist anders. Und jedes Jahr ist anders. Genau das darf man auch schmecken. Im Keller setzt Simon unter anderem auf Ganztraubenpressung, spontane Vergärung, längeren Hefekontakt und unterschiedliche Holzfassgrößen. Der Ausbau soll den Wein strukturieren, seine Herkunft aber nicht überdecken.
Konsequenterweise orientiert sich der Seehaldenhof heute an einer klaren Herkunftspyramide aus Gebietswein, Ortswein und Lagenwein. Die Gebietsweine stehen für den Bayerischen Bodensee. Darüber folgen die Nonnenhorner Ortsweine, bevor an der Spitze einzelne Weinberge wie Seehalde, Sonnenbichl, Gundelsberg und Hummler stehen. Ein gutes Beispiel für diesen Gedanken ist der weiße Ortswein. Chardonnay und Weißburgunder wurden gemeinsam vinifiziert. Die Rebsorten treten damit bewusst etwas in den Hintergrund und machen die Bühne frei für den Charakter von Nonnenhorn. Genau hier wird es interessant: Nicht Chardonnay soll primär nach Chardonnay schmecken. Der Wein soll nach Nonnenhorn schmecken.
