Pfalz

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Die Pfalz ist das zweitgrößte Weinbaugebiet Deutschlands und ein wahres Genussparadies. Zwischen dem Rhein und dem schützenden Haardtgebirge gedeihen auf rund 23.000 Hektar Weine von internationalem Format.

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9 Produkte

Phillip Kuhn - Weissburgunder “Tradition” 2022
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Preis: 14,00€ Stückpreis: 18,67€/l
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Phillip Kuhn - Riesling “Tradition” 2023
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Preis: 14,00€ Stückpreis: 18,67€/l
Phillip Kuhn - Riesling Burgweg 1. Lage 2023
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Preis: 27,00€ Stückpreis: 36,00€/l
Phillip Kuhn - Riesling "Schwarzer Herrgott" GG 2023
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Preis: 43,00€ Stückpreis: 57,33€/l
Phillip Kuhn - Riesling "Saumagen" GG 2023
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Preis: 43,00€ Stückpreis: 57,33€/l
Phillip Kuhn - Pinot Noir “Tradition” 2022
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Preis: 16,00€ Stückpreis: 21,33€/l
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Phillip Kuhn - Pinot Noir "Kirschgarten" GG 2022
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Preis: 49,00€ Stückpreis: 65,33€/l
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Phillip Kuhn - Chardonnay Reserve 2022
Phillip Kuhn - Chardonnay Reserve 2022
Preis: 42,00€ Stückpreis: 56,00€/l
Phillip Kuhn - Chardonnay Reserve 2020
Phillip Kuhn - Chardonnay Reserve 2020
Preis: 42,00€ Stückpreis: 56,00€/l

Pfalz

Die Pfalz gehört zu den bedeutendsten Weinregionen Deutschlands und ist mit rund 23.600 Hektar Rebfläche das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Über rund 85 Kilometer ziehen sich die Weinberge entlang der Deutschen Weinstraße von Bockenheim im Norden bis Schweigen an der französischen Grenze. Im Westen schützt der Pfälzerwald die Region, im Osten öffnet sich die Landschaft zur warmen Rheinebene.

Im Mittelpunkt steht Riesling, doch gerade die Vielfalt macht die Pfalz interessant. Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sorgen Kalkstein, Buntsandstein, Basalt, Löss, Lehm und Ton für eine außergewöhnliche Bandbreite an Terroirs.

Die Pfalz wird traditionell in zwei große Bereiche gegliedert: Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße.

Die Mittelhaardt ist das historische Zentrum des großen Pfälzer Rieslings. Forst, Deidesheim, Wachenheim und Kallstadt verfügen über einige der berühmtesten Weinberge Deutschlands.

Die Südliche Weinstraße ist landschaftlich und geologisch noch heterogener. Neben Riesling spielen Burgundersorten eine wesentlich größere Rolle. Kalkreiche Böden schaffen hervorragende Voraussetzungen für Chardonnay, Weißburgunder und Spätburgunder.

Ganz im Süden reichen die Weinberge bis Schweigen an der Grenze zum Elsass – einige deutsche Weingüter bewirtschaften dort sogar Weinberge auf französischem Staatsgebiet. Die Weinregion Pfalz besitzt eine Kombination, die im deutschen Weinbau außergewöhnlich ist: viel Sonne und Wärme treffen auf kühle Einflüsse des Pfälzerwalds und eine enorme geologische Vielfalt.

Kalkstein, Buntsandstein, Basalt und Muschelkalk ermöglichen völlig unterschiedliche Ausdrucksformen. Riesling bleibt das große Aushängeschild, doch Spätburgunder, Chardonnay und andere Burgundersorten haben längst gezeigt, welches Potenzial ebenfalls in der Region steckt.

Uns interessieren besonders jene Pfälzer Weine, bei denen die natürliche Reife der Region nicht in Schwere mündet. Herkunft, Mineralität, Struktur und Eleganz sollen im Vordergrund stehen. Gerade die großen Kalkstein- und Buntsandsteinlagen zeigen, warum die Pfalz heute zu den wichtigsten Herkunftsregionen für große deutsche Weine zählt.

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Klima

Die Pfalz zählt zu den wärmsten und sonnenreichsten Weinregionen Deutschlands. Rund 1.800 Sonnenstunden im Jahr und warme Luftströmungen aus der Rheinebene schaffen hervorragende Bedingungen für den Weinbau.

Entscheidend ist die Lage zwischen Pfälzerwald und Rheinebene. Das Haardtgebirge und der Pfälzerwald bilden im Westen einen natürlichen Schutz vor kalten und feuchten Luftmassen. Dadurch ist das Klima vergleichsweise trocken und mild.

Gleichzeitig sorgen die bewaldeten Höhenzüge insbesondere nachts für kühlere Luftströmungen. Dieses Zusammenspiel aus warmen Tagen und kühleren Nächten hilft den Trauben, vollständig auszureifen und gleichzeitig ihre Säure und aromatische Frische zu bewahren.

Das milde Klima zeigt sich nicht nur im Weinberg. Feigen, Mandeln und teilweise sogar mediterrane Pflanzen gedeihen entlang der Deutschen Weinstraße. Die berühmte Mandelblüte gehört mittlerweile ebenso zur Pfalz wie Riesling und Wein.

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Terroir

Geologisch gehört die Pfalz zu den vielfältigsten deutschen Weinregionen. Die Entstehung des Oberrheingrabens und die damit verbundenen Verschiebungen der Gesteinsschichten brachten unterschiedlichste Formationen an die Oberfläche.

So finden sich auf vergleichsweise engem Raum Kalkstein, Kalkmergel, Buntsandstein, Basalt, Löss, Lehm, Ton und verschiedene Sedimentgesteine.

Für den Wein bedeutet das: Ein Riesling aus Forst kann völlig anders schmecken als ein Riesling aus Kallstadt oder dem Zellertal. Die Pfalz lässt sich deshalb nicht über einen einzigen Bodentyp erklären.

Im nördlichen Bereich der Mittelhaardt rund um Kallstadt, Ungstein und Bad Dürkheim befinden sich zahlreiche Spitzenlagen auf einem mächtigen Kalksteinriff.

Kalkstein kann Riesling eine straffe Struktur, feine Mineralität und Eleganz verleihen. Gleichzeitig bietet er hervorragende Voraussetzungen für Spätburgunder und Chardonnay. Auch weiter nördlich Richtung Laumersheim und Zellertal spielt Kalk eine wichtige Rolle. Lagen wie der Schwarze Herrgott zeigen eindrucksvoll, wie kraftvoll und gleichzeitig präzise Riesling auf diesen Böden auftreten kann.

Rund um Wachenheim, Forst, Deidesheim und Gimmeldingen gewinnt Buntsandstein an Bedeutung. Verwitterter Buntsandstein, häufig kombiniert mit Lehm, Ton, Löss oder Kalkgeröll, prägt zahlreiche berühmte Rieslinglagen. Die Weine können hier eine besondere Kombination aus reifer Frucht, Würze und mineralischer Spannung entwickeln.

Gerade die Mittelhaardt mit Orten wie Forst und Deidesheim zählt seit Jahrhunderten zu den großen Riesling-Terroirs Deutschlands. Eine geologische Besonderheit ist der berühmte Forster Pechstein. Neben Buntsandstein und Lehm findet sich hier schwarzes Basaltgestein vulkanischen Ursprungs.

Der nahe gelegene Pechsteinkopf war einst vulkanisch aktiv und hinterließ Basaltadern und vulkanisches Gestein. Die daraus entstehenden Rieslinge gehören zu den markantesten Weinen der Pfalz und sind häufig von einer dunklen, rauchigen und mineralischen Struktur geprägt.

Südlich von Neustadt verändert sich das Terroir erneut. Hier finden sich vielerorts Muschelkalk und andere kalkreiche Böden, die hervorragende Bedingungen für die Burgunderfamilie bieten.

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Rebsorten

Chardonnay, Weißburgunder und insbesondere Spätburgunder haben deshalb in der Südpfalz stark an Bedeutung gewonnen. Einige der besten deutschen Burgunder entstehen heute in diesem Teil der Region.

Auch Riesling findet außergewöhnliche Standorte. Die bekannte Lage Kastanienbusch bei Birkweiler ist beispielsweise von Gesteinen des Oberrotliegenden geprägt und zeigt eine völlig andere Seite des Pfälzer Rieslings.

Mit knapp 5.900 Hektar Rebfläche ist Riesling die wichtigste Rebsorte der Pfalz. Rund ein Viertel der gesamten Rebfläche ist damit bestockt.

Besonders an der Mittelhaardt besitzt Riesling eine jahrhundertelange Tradition. Orte wie Forst, Deidesheim, Wachenheim, Kallstadt und Bad Dürkheim gehören zu den berühmtesten Riesling-Herkünften Deutschlands.

Der Stil ist aufgrund der unterschiedlichen Böden enorm vielfältig. Riesling vom Kalkstein kann straff, elegant und salzig wirken, während Buntsandstein häufig würzigere und etwas offenere Interpretationen hervorbringt. Vulkanisch beeinflusste Lagen wiederum können eine dunklere, rauchige Mineralität zeigen. Die besten Pfälzer Rieslinge verbinden reife Frucht mit Säure, Struktur und großem Reifepotenzial.

Die Pfalz ausschließlich auf Riesling zu reduzieren wäre mittlerweile falsch. Gerade Spätburgunder, Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder haben enorm an Bedeutung gewonnen.

Das warme Klima ermöglicht eine zuverlässige Reife, während kalkreiche Böden und kühlere Lagen ausreichend Spannung und Frische bewahren. Vor allem in der Südpfalz, aber auch auf den Kalksteinlagen im Norden entstehen heute Spätburgunder und Chardonnay auf internationalem Niveau.

Spätburgunder ist inzwischen auf rund 1.760 Hektar vertreten. Auch Weiß- und Grauburgunder gehören zu den wichtigsten Sorten der Region.

Interessant ist auch die Entwicklung von Sauvignon Blanc. Die Pfalz besitzt mittlerweile rund 816 Hektar Sauvignon Blanc und damit einen erheblichen Anteil der gesamten deutschen Anbaufläche dieser Rebsorte.

Das warme Klima ermöglicht eine gute Reife, während kühlere Nächte Frische und Aromatik bewahren. Neben fruchtbetonten Weinen entstehen zunehmend anspruchsvolle, im Holz ausgebaute Sauvignons mit stärkerem Fokus auf Struktur und Herkunft.

Die Pfalz ist gleichzeitig eine der wichtigsten deutschen Rotweinregionen. Mehr als 30 Prozent der Rebfläche sind mit roten Sorten bepflanzt.

Neben Spätburgunder spielen Dornfelder und Portugieser traditionell eine wichtige Rolle. Das warme Klima ermöglicht aber auch den Anbau internationaler Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Syrah.

Gerade ambitionierte Betriebe zeigen, dass diese Sorten auf kalkreichen Böden sehr eigenständige Weine hervorbringen können. Die Pfalz gehört damit zu den wenigen deutschen Weinregionen, die sowohl für große Weißweine als auch für ernsthafte Rotweine hervorragende Voraussetzungen besitzt.