Weinviertel

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Das Weinviertel ist mit fast 14.000 Hektar das größte Weinbaugebiet Österreichs und das unangefochtene „Veltliner-Land“. Geprägt von tiefgründigen Lössböden, entstehen hier rassige und feinfruchtige Weißweine, die durch ihr berühmtes „Pfefferl“ Weltruf erlangt haben.

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Fabich - Gemischter Satz 2023
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Fabich - Rosé 2024
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Fabich- Weissburgunder 2024
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Weingut Zöch - Grüner Veltliner Weinviertel DAC 2024
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Weinviertel

Rund die Hälfte der Weingärten im Weinviertel ist mit Grünem Veltliner bestockt. Trotzdem wäre es viel zu einfach, das Weinviertel auf eine Rebsorte und einen einzigen Weinstil zu reduzieren. Die enorme Ausdehnung der Region, unterschiedliche klimatische Einflüsse und vor allem die geologische Vielfalt bringen sehr unterschiedliche Weine hervor. Was viele gute Weinviertler Veltliner verbindet, ist ihre charakteristische Würze und das berühmte „Pfefferl“ – gewissermaßen die vinophile Identität der Region.

Der Weinbau gehört seit Jahrhunderten zum Weinviertel. Besonders sichtbar wird diese Tradition in den zahlreichen Kellergassen, die bis heute das Landschaftsbild prägen. Presshäuser und tief in Löss und Erde gegrabene Kellerröhren dienten über Generationen der Verarbeitung und Lagerung der Weine.

Wein war hier lange vor allem landwirtschaftliches Produkt und wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das erklärt auch die großen Mengen, die traditionell produziert wurden – und teilweise die enormen Qualitätsunterschiede.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich allerdings viel verändert. Eine neue Generation von Winzern beschäftigt sich intensiver mit Herkunft, einzelnen Rieden, alten Rebanlagen und unterschiedlichen Böden. Dadurch zeigt sich heute immer deutlicher, wie differenziert Grüner Veltliner im Weinviertel eigentlich sein kann.

Mit Weinviertel DAC schrieb die Region schließlich österreichische Weingeschichte: Das Weinviertel war die erste österreichische Weinregion, die mit dem Jahrgang 2002 eine DAC-Herkunft erhielt. Im Mittelpunkt steht dabei bis heute Grüner Veltliner.

Weinviertel
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Klima

Aufgrund seiner enormen Ausdehnung besitzt das Weinviertel kein einheitliches Mikroklima. Grundsätzlich ist die Region kontinental geprägt, wobei im Osten warme, trockene pannonische Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Richtung Westen und insbesondere zum Manhartsberg hin werden kühlere Luftströmungen wichtiger. Die Unterschiede zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten fördern die Aromenausbildung und helfen dabei, Säure und Frische in den Trauben zu bewahren. Diese klimatischen Unterschiede erklären einen Teil der stilistischen Bandbreite. Ein Grüner Veltliner aus dem westlichen Weinviertel rund um Röschitz kann völlig anders auftreten als ein Veltliner aus den mächtigen Lössböden rund um Poysdorf oder Falkenstein.

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Terroir

Im klassischen Veltlinerland rund um Poysdorf und Falkenstein spielt Löss eine zentrale Rolle. Auf diesen tiefgründigen Böden entstehen häufig saftige und würzige Grüne Veltliner mit guter Substanz. Ganz anders präsentiert sich das westliche Weinviertel rund um Röschitz und den Manhartsberg. Dort kommen kristalline Gesteine und Granit an die Oberfläche. Die Böden sind karger, die klimatischen Bedingungen etwas kühler. Grüner Veltliner kann hier straffer, geradliniger und mineralischer wirken. Auch Riesling findet ausgezeichnete Voraussetzungen. Rund um Retz und das Pulkautal kommen wiederum Löss, Sand, Schotter und unterschiedliche Sedimentböden ins Spiel. Richtung Süden und Osten nimmt der pannonische Einfluss zu. Das Weinviertel ist damit geologisch und klimatisch wesentlich komplexer, als es der Begriff „Veltliner-Land“ zunächst vermuten lässt.

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Da wo das "Pfefferl" wächst...

Mit rund 50 Prozent der Rebfläche ist Grüner Veltliner die klare Leitrebsorte des Weinviertels. Er findet hier nahezu ideale Voraussetzungen und kann abhängig von Boden, Mikroklima, Ertrag und Ausbau sehr unterschiedliche Stile hervorbringen. Was die klassischen Vertreter verbindet, ist eine würzige, häufig deutlich pfeffrige Aromatik. Dazu kommen je nach Herkunft Zitrus, Apfel, Kräuter und gelbe Frucht. Gute Weinviertler Veltliner sind rassig, feinfruchtig, trocken und vor allem würzig.

Die große Produktionsmenge führt allerdings auch zu großen Qualitätsunterschieden. Manche Veltliner erinnern uns ein wenig an einen Wandertag mit der Schule: Durch sehr kühle Vergärung und den Einsatz aromatischer Hefen entstehen mitunter intensive Noten von Apfel-Birne-Drops und Gletschereis-Bonbons. Dieses Geschmackserlebnis belassen wir lieber in Erinnerung an vergangene Teenager-Zeiten. Deshalb konzentrieren wir uns bei Weinstein Finewine stärker auf weniger aromatische, leichte, rassige und würzige Veltliner, bei denen Herkunft und Trinkfluss im Vordergrund stehen. Wobei so ein „Willst du mit mir gehen? Ja / Vielleicht / Nein“-Zettelchen eigentlich schon wieder einmal das Herz zum Hüpfen bringen würde.

Das Weinviertel DAC war ein Meilenstein für den österreichischen Weinbau. Mit dem Jahrgang 2002 wurde hier erstmals das DAC-Prinzip umgesetzt und damit die Herkunft stärker in den Mittelpunkt gerückt.