Rebsorten
Lemberger, in Österreich als Blaufränkisch bekannt, gehört zu den interessantesten Rebsorten Württembergs. Mit rund 1.660 Hektar besitzt die Region heute sogar etwas mehr Lemberger als Trollinger. Die Sorte verbindet dunkle Frucht und Würze mit lebendiger Säure und einer markanten Tanninstruktur. Auf guten Keuper- und Kalklagen entstehen tiefgründige, elegante und langlebige Rotweine.
Gerade die besten Produzenten zeigen heute, dass Lemberger aus Württemberg weit mehr sein kann als kräftiger regionaler Rotwein. Mit reduzierten Erträgen, sorgfältiger Extraktion und zurückhaltendem Holzeinsatz entstehen Weine mit Finesse, Frische und klarer Herkunft.
Spätburgunder gewinnt qualitativ immer stärker an Bedeutung. Rund 1.240 Hektar sind mittlerweile damit bestockt. Besonders auf kalkreichen Böden entstehen elegante Pinot Noirs mit feiner Frucht, Struktur und mineralischer Spannung.
Bei den Weißweinen steht Riesling unangefochten an erster Stelle. Mit knapp 2.000 Hektar ist er sogar die flächenmäßig wichtigste einzelne Rebsorte Württembergs. Auf Muschelkalk, Keuper und den unterschiedlichen Hanglagen entstehen sehr verschiedene Interpretationen. Die besten Rieslinge verbinden reife Frucht mit Würze, Mineralität und einer lebendigen Säure.
Daneben gewinnen Chardonnay und Weißburgunder zunehmend an Bedeutung – insbesondere auf kalkreichen Standorten, auf denen die Burgundersorten hervorragende Voraussetzungen finden.