Weingut Knoll

Weingut Knoll

Es gibt Weinetiketten, die erkennt man aus zehn Metern Entfernung. Das orange-gelbe Etikett mit dem Heiligen Urban gehört definitiv dazu. Knoll zählt seit Jahrzehnten zu den großen Referenzen der Wachau und steht für Riesling und Grünen Veltliner mit Herkunft, Struktur und enormem Reifepotenzial.

Unsere Weingüter

2 Produkte

Weingut Knoll - Grüner Veltliner Loibner Steinfeder 2025
Preis: 25,00€ Stückpreis: 33,33€/l
Ausverkauft
Weingut Knoll - Grüner Veltliner Loibner Federspiel 2025
Preis: 27,00€ Stückpreis: 36,00€/l
Ausverkauft

Weingut Knoll

Weinbau hat bei der Familie Knoll eine lange Tradition. Zum eigentlichen Qualitätsmotor des Weinguts wurde Emmerich Knoll, der 1975 die Führung übernahm und früh das Potenzial der großen Terrassenlagen rund um Loiben erkannte. Heute wird der Familienbetrieb generationsübergreifend geführt. Fast ebenso berühmt wie die Weine ist das Etikett: Der Heilige Urban, Schutzpatron der Winzer, basiert auf einem Gemälde des Wachauer Künstlers Siegfried Stoitzner und ziert seit Anfang der 1960er-Jahre die Flaschen. Modetrends? Waren bei Knoll offenbar noch nie besonders wichtig. Gut so.

 

Philosophie

Bei Knoll geht es nicht darum, möglichst laute oder opulente Weine zu produzieren. Im Mittelpunkt stehen Herkunft, Rebsorte und Jahrgang. Die Weine können durchaus kraftvoll und konzentriert sein, behalten dabei aber Präzision, Spannung und Struktur.

Vor allem brauchen sie eines: Zeit. Große Knoll-Weine sind klassische Langstreckenläufer. Riesling und Grüner Veltliner aus den besten Rieden können sich über viele Jahre und teilweise Jahrzehnte entwickeln. Was in der Jugend noch kompakt und verschlossen erscheint, gewinnt mit Flaschenreife an Tiefe und Komplexität.

Terroir

Das Weingut sitzt in Unterloiben am östlichen Ende der Wachau und verfügt über einige der berühmtesten Rieden der Region. Namen wie Schütt, Loibenberg, Kellerberg, Kreutles, Trum und Pfaffenberg gehören längst zum österreichischen Weinvokabular. Ein Teil der Reben steht auf den charakteristischen, von Trockensteinmauern geprägten Terrassen der Wachau.

Besonders legendär ist die Ried Schütt, aus der sowohl Riesling als auch Grüner Veltliner von großer Tiefe und Langlebigkeit entstehen. Dazu kommen der wärmere Loibenberg, der berühmte Kellerberg bei Dürnstein sowie der bereits im angrenzenden Kremstal gelegene Steiner Pfaffenberg.

Gerade diese unterschiedlichen Lagen machen den Reiz der Knoll-Weine aus: Nicht die Kellertechnik soll den Ton angeben, sondern der Ort, an dem die Trauben gewachsen sind.

Steinfeder, Federspiel, Smaragd

Die beiden Hauptdarsteller im Weingarten sind wenig überraschend Grüner Veltliner und Riesling. Daneben kultiviert Knoll unter anderem Gelben Muskateller, Gelben Traminer, Chardonnay und in kleinerem Umfang Pinot Noir. In geeigneten Jahren entstehen außerdem edelsüße Weine von der Auslese bis zur Trockenbeerenauslese. Stilistisch gehören die trockenen Spitzenweine zu den kraftvolleren Interpretationen der Wachau – allerdings ohne unnötige Schwere. Reife Frucht, Würze und Konzentration treffen auf Struktur, mineralische Spannung und einen oft erstaunlich langen Abgang.

Auch bei Emmerich Knoll findet sich die traditionelle Wachauer Klassifikation in Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Während Steinfeder für die besonders leichten und filigranen Weine steht, verbindet Federspiel Frische und Trinkfluss mit mehr Substanz und Struktur. Die großen Smaragd-Weine von Knoll, insbesondere aus Rieden wie Schütt, Loibenberg oder Kellerberg, bilden die Spitze: kraftvoll und konzentriert, gleichzeitig präzise und mit beeindruckendem Reifepotenzial.