Wachau

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Die Wachau zählt zu den bedeutendsten Weinbauregionen Europas und ist das internationale Aushängeschild des österreichischen Weinbaus. Auf nur rund 1.300 Hektar Rebfläche entstehen entlang der Donau zwischen Melk und Krems einige der feinsten Grünen Veltliner und Rieslinge der Welt.

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Wachau

Die Geschichte des Weinbaus in der Wachau reicht mehr als 2.000 Jahre zurück. Bereits die Römer kultivierten entlang der Donau Reben, ehe Klöster wie Stift Melk und Stift Göttweig den Weinbau im Mittelalter entscheidend weiterentwickelten. Über Jahrhunderte entstanden die heute berühmten Terrassenlagen in mühevoller Handarbeit. Bis heute werden viele dieser steilen Weinberge ausschließlich von Hand bewirtschaftet und zählen zu den eindrucksvollsten Kulturlandschaften Europas.

Die Wachau zählt zu den bedeutendsten Weinbauregionen Europas und ist das internationale Aushängeschild des österreichischen Weinbaus. Auf nur rund 1.300 Hektar Rebfläche entstehen entlang der Donau zwischen Melk und Krems einige der feinsten Grünen Veltliner und Rieslinge der Welt. Die spektakulären Steilterrassen, jahrhundertealten Trockensteinmauern und kargen Urgesteinsböden prägen eine Kulturlandschaft, die seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Klima

Das Klima der Wachau ist einzigartig und wird maßgeblich von der Donau geprägt. Der Fluss wirkt als natürlicher Wärmespeicher, reflektiert das Sonnenlicht in die steilen Weinberge und gleicht Temperaturschwankungen aus. Gleichzeitig strömen aus dem nördlich gelegenen Waldviertel kühle Luftmassen in das Donautal. Das Zusammenspiel aus warmen Tagen, kühlen Nächten und einer langen Vegetationsperiode sorgt für eine langsame Ausreifung der Trauben und bewahrt Frische, Eleganz und eine präzise Säure. Diese klimatischen Bedingungen gehören zu den wichtigsten Gründen für die außergewöhnliche Qualität der Wachauer Weine.

Terroir

Das Terroir der Wachau ist geprägt von uralten Gneis-, Granit- und Glimmerschieferböden, die zu den ältesten Gesteinsformationen Österreichs zählen. Je nach Lage finden sich zusätzlich Lössauflagen oder kalkhaltige Einschlüsse, wodurch jeder Riede ein eigenständiger Charakter verliehen wird. Berühmte Lagen wie Achleiten, Kellerberg, Singerriedel, Klaus, Loibenberg, Brandstatt oder Kalkofen zählen zu den besten Weinbergen Europas und bringen Weine mit außergewöhnlicher Mineralität, Präzision und Langlebigkeit hervor.

Steinfeder, Federspiel,... oder ohne Bezeichnung?

Ein wesentlicher Qualitätsgarant der Region ist die Vinea Wachau Nobilis Districtus, die 1983 gegründet wurde. Die Winzervereinigung setzt sich für den Schutz der Herkunft, nachhaltige Bewirtschaftung und höchste Qualitätsstandards ein. International bekannt wurde die Wachau auch durch ihre drei Herkunfts- und Reifestufen Steinfeder, Federspiel und Smaragd, die ausschließlich Mitgliedsbetrieben der Vinea Wachau vorbehalten sind. Während Steinfeder für leichte, filigrane Weine steht und Federspiel klassische, elegante Wachauer repräsentiert, bilden die kraftvollen und langlebigen Smaragd-Weine die Spitze der Qualitätspyramide. Auf Grund der Klimaverschiebung ist dieses System etwas in die Jahre gekommen und einige Weingüter arbeiten lieber ohne diese Prädikate. Gerade bei den jungen Weingütern sieht man zwar Wachau DAC auf dem Etikett, aber vorallem die Lage, beziehungsweise die genaue Herkunft.

Die Wachau wird grundsätzlich von zwei wichtigen Rebsorten geprägt: Grüner Veltliner und Riesling. Grüner Veltliner bringt hier würzige, tiefgründige und zugleich elegante Weine hervor, während Riesling auf den kargen Urgesteinsböden außergewöhnliche Mineralität, Präzision und ein enormes Reifepotenzial entwickelt. Ergänzend werden kleinere Mengen Weißburgunder, Chardonnay, Muskateller oder Neuburger kultiviert, die jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.