Südsteiermark

Südsteiermark

Die Südsteiermark ist das Juwel des österreichischen Weinbaus und eine der faszinierendsten Weinregionen der Welt. Bekannt für ihre steilen Weinberge und herausragenden Sauvignon Blancs, vereint die Region kühle Nächte mit warmen Tagen zu einem einzigartigen Mikroklima.

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Hack Gebell - Sauvignon Blanc Südsteiermark DAC 2025
Hack Gebell - Sauvignon Blanc Südsteiermark DAC 2025
Preis: 15,00€ Stückpreis: 20,00€/l

Südsteiermark

Die Südsteiermark zählt zu den eigenständigsten und qualitativ bedeutendsten Weinregionen Österreichs. Steile Weingärten, kühle Nächte und eine außergewöhnliche geologische Vielfalt prägen eine Landschaft, die wie kaum eine andere für herkunftsbezogene Weißweine steht.

Die unbestrittene Leitrebsorte ist Sauvignon Blanc. Daneben spielen Morillon – die steirische Bezeichnung für Chardonnay –, Welschriesling, Weißburgunder, Gelber Muskateller und Traminer wichtige Rollen. Besonders auf den großen Rieden entstehen heute Weißweine von internationalem Format: präzise, mineralisch, langlebig und klar von ihrer Herkunft geprägt.

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des steirischen Herkunftsgedankens spielt die Vereinigung Steirische Terroir- und Klassikweingüter – STK. Bereits lange vor der Einführung einer offiziellen Lagenklassifikation beschäftigten sich diese Betriebe intensiv mit der Bewertung und Abgrenzung der besten Weinberge. Die Begriffe Erste STK Ried und Große STK Ried stehen für besonders hochwertige Lagen und strenge Qualitätskriterien. Diese Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, dass heute stärker über einzelne südsteirische Rieden und deren Terroir gesprochen wird – und nicht ausschließlich über Rebsorten. Jede dieser Rieden besitzt ihre eigene Kombination aus Boden, Höhe, Hangneigung und Exposition. Gerade Sauvignon Blanc und Morillon können diese Unterschiede sehr präzise transportieren. Die besten Weine sind deshalb weniger als klassische Rebsortenweine zu verstehen, sondern vielmehr als Weine einer konkreten Herkunft.

Die Südsteiermark verbindet extreme Topografie, ein anspruchsvolles Klima und eine außergewöhnliche geologische Vielfalt. Kalk, Opok, Schiefer und unterschiedliche Sedimentböden treffen auf warme Tage und kühle Nächte. Im Mittelpunkt steht Sauvignon Blanc, der hier einige der besten und langlebigsten Weißweine Österreichs hervorbringt. Morillon, Welschriesling, Weißburgunder und Gelber Muskateller ergänzen die enorme Vielfalt der Region. Für uns sind vor allem jene Weine interessant, bei denen nicht laute Frucht, sondern Herkunft, Mineralität, Eleganz und Struktur im Vordergrund stehen. Genau darin liegt die große Stärke der Südsteiermark: Ihre besten Weine schmecken nicht einfach nach Sauvignon Blanc oder Morillon – sie schmecken nach ihrer Ried.

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Klima

Das Klima der Südsteiermark unterscheidet sich deutlich von vielen anderen österreichischen Weinregionen. Die Nähe zu den Alpen trifft auf warme Einflüsse aus dem Süden. Gleichzeitig sorgen die Höhenlagen und die stark gegliederte Landschaft für erhebliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

Die Sommer können warm und feucht sein, die Nächte bleiben jedoch vergleichsweise kühl. Diese Tag-Nacht-Amplitude ist entscheidend für die Qualität der Weine: Die Trauben können langsam ausreifen und ihre Aromatik entwickeln, ohne dabei Säure und Frische zu verlieren.

Die Südsteiermark gehört gleichzeitig zu den niederschlagsreichsten Weinbaugebieten Österreichs. Weinbau ist hier deshalb alles andere als bequem. Feuchtigkeit, steile Hänge und ein hoher Krankheitsdruck verlangen den Winzern viel Arbeit und Erfahrung ab.

Gerade die besten Lagen profitieren jedoch von ihrer Exposition, guten Durchlüftung und den teilweise extrem steilen Hängen.

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Terroir

Eine der großen Stärken der Südsteiermark ist ihre geologische Vielfalt. Unterschiedliche Meeresablagerungen, Kalk, Mergel, Sand, Schotter und Schiefer schaffen auf engem Raum völlig unterschiedliche Bedingungen.

Besonders eng mit der Region verbunden ist der Begriff Opok. Dabei handelt es sich nicht um einen einzelnen geologischen Bodentyp, sondern um einen regionalen Ausdruck für kalkhaltige, verfestigte Mergelböden. Sie entstanden aus Sedimenten des ehemaligen Meeres und können den Weinen eine markante Struktur und salzig-mineralische Prägung verleihen. Daneben finden sich Muschelkalk, Kalkmergel, Sandstein, Schiefer, Kies und unterschiedliche Sedimentböden. Diese Vielfalt ist einer der Gründe dafür, dass Sauvignon Blanc innerhalb der Südsteiermark so unterschiedliche Ausdrucksformen entwickeln kann.

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Rebsorten

Kaum eine Rebsorte zeigt die Unterschiede der südsteirischen Terroirs so eindrucksvoll wie Sauvignon Blanc. Auf kalkreichen Böden kann er straff, salzig und kühl wirken. Auf wärmeren Standorten entwickelt er mehr Körper, reifere Frucht und Würze. Karge Böden und hohe Lagen bringen wiederum besonders präzise, geradlinige Weine hervor. Bei den besten Produzenten geht es deshalb längst nicht mehr um möglichst intensive Sauvignon-Aromatik. Stachelbeere und exotische Frucht alleine machen noch keinen großen Sauvignon Blanc. Uns interessieren vielmehr Weine, bei denen Boden, Struktur, Säure und Herkunft vor primärer Aromatik stehen. Große südsteirische Sauvignons können sich mit zunehmender Flaschenreife hervorragend entwickeln und zeigen dann Kräuter, Rauch, Feuerstein, Zitrus, reife Frucht und eine ausgeprägte salzige Mineralität.

Eine weitere bedeutende Sorte ist Morillon, wie Chardonnay in der Steiermark traditionell bezeichnet wird. Auf kalkreichen Böden findet die Sorte hervorragende Voraussetzungen. Hochwertiger Morillon wird häufig im Holz ausgebaut und verbindet reife Frucht mit feiner Reduktion, Mineralität und einer straffen Säurestruktur. Die besten Vertreter besitzen großes Reifepotenzial und gehören zu den interessantesten Chardonnays Österreichs.

Welschriesling ist traditionell stark vertreten und kann weit mehr als unkomplizierten Buschenschankwein hervorbringen. Alte Reben und gute Lagen ermöglichen charaktervolle, leichte und enorm trinkfreudige Weine. Gelber Muskateller profitiert von den kühlen Nächten und bringt duftige, frische und präzise Weine hervor. Weißburgunder kann auf kalkreichen Böden elegante und strukturierte Weine liefern, während Traminer insbesondere in wärmeren, geschützten Lagen eine lange Tradition besitzt.