Natural

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Naturweine - Alternativweine - Orange-Weine - "naturnah" - warum Schwefel plötzlich böse ist und was sonst noch alles durch diesen Begriffs-Dschungel geistert!

77 Produkte

Domaine Albert Morot - Beaune "Teurons" 1er Cru 2022
Domaine Albert Morot - Beaune "Teurons" 1er Cru 2022
Preis: 59,00€ Stückpreis: 78,67€/l
NeueHeimat – Burgunder RESONANZ 2021
NeueHeimat – Burgunder RESONANZ 2021
Sale-Preis: 25,00€ Regulärer Preis:35,00€ Stückpreis: 33,33€/l
-29%
NeueHeimat – Sauvignon Blanc RESONANZ 2021
NeueHeimat – Sauvignon Blanc RESONANZ 2021
Sale-Preis: 25,00€ Regulärer Preis:35,00€ Stückpreis: 33,33€/l
-29%
Martin Muthenthaler - Riesling Dreivierteltakt 2021
Martin Muthenthaler - Riesling Dreivierteltakt 2021
Preis: 39,00€ Stückpreis: 51,38€/l
Pertois-Lebrun L´Extravertie Extra-Brut N.V.
Pertois-Lebrun L´Extravertie Extra-Brut N.V.
Preis: 45,00€ Stückpreis: 60,00€/l
Clemens Strobl - Grüner Veltliner Donauschotter 2023
Clemens Strobl - Grüner Veltliner Donauschotter 2023
Preis: 21,00€ Stückpreis: 28,00€/l
Celler Credo (Recaredo) – Miranius 2021
Celler Credo (Recaredo) – Miranius 2021
Sale-Preis: 12,00€ Regulärer Preis:15,00€ Stückpreis: 16,00€/l
-20%
Georg Schneider - Pinot Noir Ried Tagelsteiner 2023
Georg Schneider - Pinot Noir Ried Tagelsteiner 2023
Preis: 21,00€ Stückpreis: 28,00€/l
Weingut Dautel - Lemberger Michaelsberg GG 2020
Weingut Dautel - Lemberger Michaelsberg GG 2020
Preis: 52,00€ Stückpreis: 69,33€/l
Grabenwerkstatt - Grüner Veltliner Ried Schön 2021
Grabenwerkstatt - Grüner Veltliner Ried Schön 2021
Preis: 69,00€ Stückpreis: 92,00€/l
Hornstein am See - Nonnenhorner Spätburgunder 2021
Hornstein am See - Nonnenhorner Spätburgunder 2021
Preis: 30,00€ Stückpreis: 40,00€/l

Natural Wine

Kaum ein Begriff in der Weinwelt wird derzeit so leidenschaftlich diskutiert wie „Natural Wine“ oder Naturwein. Dann vermischt man das Ganze noch mit Bio und Biodyn und irgendwo hat man noch das Wort "Orange Wine" aufgeschnappt. Halleluja... jede Woche wiederholt sich unsere Aufklärarbeit durch diesen Dschungel an Begrifflichkeiten, mit denen sich am liebsten irgendwelche Hipster in Wien und Berlin auseinandersetzen. Jeder Mensch braucht schlussendlich ein Hobby!

Doch was bedeutet eigentlich "natürlich"? Spontangärung, minimaler Schwefeleinsatz, Verzicht auf Schönungsmittel und möglichst wenige Eingriffe im Keller? Eine einheitliche, allgemein verbindliche Definition gibt es nicht. Und genau hier beginnt unsere kritische Haltung gegenüber dieser Begrifflichkeit(en).

Bei Weinstein Finewine stehen wir der Naturweinbewegung durchaus offen, ihrem teilweise dogmatischen Selbstverständnis jedoch skeptisch gegenüber. Denn für uns ist Natürlichkeit kein Trend, keine Ideologie und schon gar kein Qualitätsversprechen an sich. Ein Wein wird nicht automatisch besser, nur weil möglichst wenig eingegriffen wurde. Ebenso wenig ist ein handwerklich sauber vinifizierter Wein weniger authentisch, weil der Winzer bewusst und mit Fingerspitzengefühl Entscheidungen trifft.

Im Grunde verstehen wir alle unsere Weine als Naturprodukte. Sie stammen überwiegend von kleinen, handwerklich arbeitenden Betrieben, die ihre Weinberge mit Respekt vor der Natur bewirtschaften, auf Herkunft und Terroir setzen und ihre Weine mit möglichst wenig Intervention begleiten. Viele unserer Produzenten arbeiten biologisch oder biodynamisch, manche seit Generationen, ohne daraus eine große Geschichte zu machen oder ihre Weine als „Natural Wine“ zu vermarkten.

Wir schätzen lebendige, individuelle Weine mit Charakter und Ecken und Kanten. Was wir hingegen nicht teilen, ist die Vorstellung, dass oxidative Noten, flüchtige Säure oder andere Weinfehler grundsätzlich Ausdruck besonderer Natürlichkeit sein müssen. Fehlerfreiheit ist kein Widerspruch zu Authentizität. Und handwerkliche Präzision bedeutet nicht zwangsläufig Manipulation.

Deshalb findet man bei uns nur wenige Weine, die ausdrücklich der Natural-Wine-Szene zugeordnet werden. Nicht aus Ablehnung gegenüber der Idee, sondern weil wir Wein lieber nach seiner Herkunft, seiner Balance, seiner Persönlichkeit und vor allem seiner Qualität beurteilen als nach einem Etikett. Denn am Ende zählt für uns nicht, welcher Bewegung ein Wein angehört, sondern was er im Glas erzählt.