Philosophie
Die Philosophie der Familie Delon ist stark vom Terroir geprägt. Ziel ist nicht maximale Reife oder Konzentration, sondern ein Wein, der Herkunft, Frische, Balance und Langlebigkeit miteinander verbindet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Säurestruktur und auf reifer, frischer Frucht. Auch neues Holz soll den Wein begleiten und niemals dessen Frucht oder Herkunft überdecken.
Im Weinberg wird entsprechend präzise gearbeitet. Herbizide werden nicht eingesetzt, die Bodenbearbeitung erfolgt mechanisch, Eingriffe und Düngung werden auf das Notwendige reduziert. Eigene Pflanzenselektionen, kontrollierte Wuchskraft und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität sollen die individuelle Charakteristik der einzelnen Parzellen erhalten. Im Keller folgt eine strenge Selektion – nur jene Partien, die dem Anspruch des Grand Vin entsprechen, gelangen letztlich in Château Léoville Las Cases.
Das Resultat ist ein Bordeaux, der in seiner Jugend häufig bewusst zurückhaltend und straff auftritt. Cassis, dunkle Kirsche, Graphit, Zedernholz, Tabak und feine Gewürznoten treffen auf eine präzise Tanninstruktur und enorme Länge. Léoville Las Cases ist kein Bordeaux, der primär auf unmittelbaren Charme setzt – seine große Stärke liegt in seiner Entwicklung über viele Jahre und Jahrzehnte.
Das Herz von Léoville Las Cases ist der berühmte, von einer Steinmauer umgebene Grand Enclos. Rund 55 Hektar erstrecken sich vom Ort Saint-Julien in Richtung Pauillac und Château Latour. Diese unmittelbare Nähe zur Gironde ist entscheidend für den Charakter der Weine.
