Jonas Kurek

Jonas Kurek

Das Weingut Kurek aus Nonnenhorn gehört zu jener jungen Generation, die gerade dabei ist, dem Bayerischen Bodensee eine neue weinbauliche Identität zu geben. Dabei treffen zwei Dinge aufeinander, die für den Bodensee typisch sind: eine lange landwirtschaftliche Tradition und eine junge Generation, die plötzlich sehr genau wissen möchte, wie ihre eigene Herkunft eigentlich schmeckt.

Unsere Weingüter

6 Produkte

Jonas Kurek - Chardonnay Sonnenbichl 2022
Jonas Kurek - Chardonnay Sonnenbichl 2022
Preis: 35,00€ Stückpreis: 46,67€/l
Jonas Kurek - Nonnenhorn Chardonnay 2022
Jonas Kurek - Nonnenhorn Chardonnay 2022
Preis: 21,00€ Stückpreis: 28,00€/l
Ausverkauft
Jonas Kurek - Nonnenhorn Spätburgunder 2023
Jonas Kurek - Nonnenhorn Spätburgunder 2023
Preis: 21,00€ Stückpreis: 28,00€/l
Jonas Kurek - Rosé vom Spätburgunder 2023
Jonas Kurek - Rosé vom Spätburgunder 2023
Preis: 19,00€ Stückpreis: 25,33€/l
Jonas Kurek - Müller-Thurgau 2024
Jonas Kurek - Müller-Thurgau 2024
Preis: 14,00€ Stückpreis: 18,67€/l
Ausverkauft
Jonas Kurek - Blanc de Meunier Brut Nature 2019
Jonas Kurek - Blanc de Meunier Brut Nature 2019
Preis: 34,00€ Stückpreis: 45,33€/l
Ausverkauft

Jonas Kurek

Weinbau gehörte bei Familie Kurek schon lange zum Betrieb. Die Trauben selbst zu vinifizieren und daraus eine eigene Handschrift zu entwickeln, ist dagegen eine vergleichsweise junge Geschichte.

Mit dem Jahr 2019 begann dieser neue Abschnitt. Die eigenen Trauben wurden nicht mehr nur produziert, sondern selbst gekeltert, ausgebaut und unter dem Namen Kurek abgefüllt.

Heute stehen vor allem Jonas und Sophia Kurek für diese neue Generation. Der landwirtschaftliche Charakter des Familienbetriebs ist dabei erhalten geblieben: Neben den fünf Hektar Reben werden weiterhin rund sieben Hektar Obst bewirtschaftet. Das passt zu Nonnenhorn, wo Wein- und Obstbau seit Generationen nebeneinander existieren.

Philosophie

Interessant wird es dort, wo die Rebsorte langsam ein wenig Platz für die Herkunft macht. Natürlich gibt es bei Kurek Chardonnay, Spätburgunder, Grauburgunder oder Müller-Thurgau. Gleichzeitig wird im Sortiment aber klar zwischen Bayerischem Bodensee und Nonnenhorn unterschieden. Weine wie der Nonnenhorner Chardonnay oder Nonnenhorner Spätburgunder stellen den Ort zunehmend in den Vordergrund.

Und genau dieser Gedanke gefällt uns. Denn Chardonnay gibt es schließlich an ziemlich vielen Orten dieser Welt. Nonnenhorn gibt es nur einmal. Die Aufgabe besteht also weniger darin, einen möglichst typischen Chardonnay zu produzieren, sondern herauszufinden, was das Cool Climate, die eiszeitlichen Böden, der Bodensee und der jeweilige Jahrgang mit dieser Rebsorte machen.

Terroir

Die Weinberge von Kurek liegen ausschließlich in Nonnenhorn. Besonders wichtig sind dabei die Nonnenhorner Seehalde und der Sonnenbichl. Das Terroir ist typisch für den Bayerischen Bodensee und trotzdem alles andere als gewöhnlich. Die Landschaft wurde wesentlich durch die Eiszeiten geprägt. Gletscher hinterließen Moränenmaterial, Kies, Sand und Lehm und schufen damit einen geologisch ziemlich wilden Untergrund.

Darüber liegt das besondere Klima des Bodensees: hohe Niederschläge, kühle Nächte, Alpennähe und der temperaturausgleichende Einfluss des Sees. Dazu kommt der Föhn, der insbesondere im Herbst noch einmal Wärme und trockene Luft bringen kann. Das klingt idyllisch – ist für die Winzer allerdings nicht immer ganz so romantisch. Frost, Hagel und hoher Pilzdruckgehören ebenso zum Bodensee wie Segelboote und Sonnenuntergänge.

Genau daraus entstehen aber jene Jahrgangsunterschiede und jene natürliche Spannung, die wir an diesen Weinen so mögen. Die vielleicht wichtigste Eigenschaft der Weine von Kurek ist ihre natürliche Frische. Am Bodensee müssen Winzer nicht verzweifelt nach Säure suchen. Sie ist normalerweise schon da. Vielmehr geht es darum, ausreichend Reife zu bekommen und dabei die Balance zu bewahren. Das führt zu einem Stil, der sehr gut in unsere Vorstellung von Wein passt: geradlinig, frisch, rassig und elegant, mit moderatem Alkohol und ausreichend Energie. In wärmeren Jahren kommt etwas mehr Frucht und Körper dazu, in kühleren Jahren stehen Säure und Straffheit stärker im Vordergrund. Beides darf sein – denn Jahrgang gehört schließlich zur Herkunft.

Rebsorten

Besonders interessant sind die Burgundersorten. Chardonnay findet am Bodensee mittlerweile ausgezeichnete Voraussetzungen. Die lange Vegetationsperiode ermöglicht eine langsame Reife, während die kühlen Nächte für Säure und Frische sorgen. Beim Nonnenhorner Chardonnay geht es deshalb weniger um exotische Frucht oder viel Holz, sondern um Struktur, Spannung und den Ausdruck des Ortes. Ähnliches gilt für den Spätburgunder. Die Trauben stammen aus Seehalde und Sonnenbichl, werden klassisch auf der Maische vergoren und anschließend für 18 Monate in französischen Barriques ausgebaut. Der Wein wird unfiltriert abgefüllt. Das Ergebnis soll nicht möglichst dunkel, konzentriert und holzbetont sein. Viel interessanter sind rote Frucht, feines Tannin, Frische und Eleganz – Pinot Noir eben, übersetzt in die Sprache des Bodensees.

Und dann wäre da noch Müller-Thurgau. Die Rebsorte gehört zum Bodensee wie kaum eine andere. Bei Kurek stammen die Trauben aus dem Nonnenhorner Sonnenbichl, werden als Ganztrauben gepresst und der Wein bleibt anschließend bis kurz vor der Abfüllung auf der Feinhefe. Müller-Thurgau hatte lange nicht unbedingt das beste Image. Vielleicht auch deshalb ist es umso interessanter, wenn sich eine junge Generation wieder ernsthaft mit der Sorte beschäftigt.

Experimentierfreude zeigt sich auch beim Blanc de Meunier Sekt. Pinot Meunier – in Deutschland Schwarzriesling genannt – wird weiß gekeltert und als Brut Nature ausgebaut. Auch hier spielt das Klima der Region in die Karten. Hohe natürliche Säure und eine langsame Reife sind schließlich ziemlich brauchbare Voraussetzungen für Schaumwein. Dass ausgerechnet Pinot Meunier dafür verwendet wird, macht die Sache noch interessanter und zeigt, dass Kurek nicht einfach nur klassische Bodensee-Weine reproduzieren möchte.