Château Simard

Château Simard

Château Simard 2014 ist klassischer Saint-Émilion mit einem ziemlich attraktiven Nebeneffekt: Hinter dem Château steht die Familie Vauthier von Château Ausone. Alain Vauthier übernahm 2008 die Leitung des rund 40 Hektar großen Weinguts und setzt hier bewusst auf einen zugänglicheren, weniger vom Holz geprägten Stil. Das Château selbst bezeichnet Simard treffend als „Einstiegstor nach Saint-Émilion“.

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Château Simard - St. Emilion Grand Cru 2014
Château Simard - St. Emilion Grand Cru 2014
Preis: 25,00€ Stückpreis: 33,33€/l
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Château Simard

Château Simard gehört zu den traditionsreichen Gütern von Saint-Émilion und ist heute Teil der Vignobles Vauthier – jener Familie, die vor allem für das legendäre Château Ausone bekannt ist. Der Name Simard reicht weit zurück: Bereits im 15. Jahrhundert gründete Johan de Las Symas als Jurat von Saint-Émilion den Ort Simard, in dem sich heute die beiden Vauthier-Güter Château Simard und Château Haut-Simard befinden.

1954 kam das Weingut in den Besitz von Claude Mazière. Nach dessen Tod übernahm sein Neffe Alain Vauthier 2008 gemeinsam mit seiner Familie die Leitung. Heute bewirtschaftet die Familie neben Simard unter anderem Ausone, La Clotte, Moulin Saint-Georges, Haut-Simard und Fonbel. Château Simard ist dabei bewusst nicht als kleines Ausone positioniert, sondern als zugängliche, klassische Interpretation von Saint-Émilion. Das Château selbst bezeichnet den Wein treffend als „Tor zu Saint-Émilion“.

Philosophie

Die Handschrift der Vauthiers ist auch bei Château Simard klar erkennbar: saubere Frucht, Präzision und Frische vor übertriebener Extraktion oder zu viel Holz. Nach der Lese werden die Trauben sorgfältig selektiert und überwiegend in Beton- und Edelstahltanks vinifiziert. Der Holzeinsatz bleibt bewusst zurückhaltend, nur ein Teil des Weines verbringt einige Monate im Fass.

Das Ziel ist nicht maximale Konzentration um jeden Preis. Simard soll nach Saint-Émilion schmecken und gleichzeitig unkompliziert Freude machen. Die Weine besitzen Substanz und Reifepotenzial, bleiben dabei aber saftig, rund und erstaunlich zugänglich. Genau darin liegt für uns die Stärke des Châteaus: viel Bordeaux und viel Herkunft, ohne großes Theater.

Terroir

Mit rund 40 Hektar Rebfläche ist Château Simard deutlich größer als die winzigen Vauthier-Güter La Clotte oder Moulin Saint-Georges. Die Weinberge liegen südlich des Ortes Saint-Émilion und ziehen sich von der Hanglage hinunter in die Ebene.

Geologisch ist das Terroir entsprechend vielfältig. Ton-Kalk-Böden treffen auf Sand und Kies, wodurch innerhalb des Weinguts unterschiedliche Bedingungen für Merlot und Cabernet entstehen. Der Merlot findet hier genügend Wärme und bringt Frucht und Volumen, während kalk- und kiesgeprägte Partien für Frische und Struktur sorgen.

Unter der Familie Vauthier wurde zudem an der Qualität im Weinberg gearbeitet. Unter anderem wurde die Pflanzdichte in jüngeren Anlagen deutlich erhöht – ein weiterer Schritt hin zu mehr Präzision und Ausdruck im Wein.

Rebsorten, Cuvée & Weinstil

Die Weinberge sind heute mit rund 70 % Merlot, 25 % Cabernet Franc und 5 % Cabernet Sauvignon bepflanzt. Je nach Jahrgang bewegt sich auch die finale Cuvée ungefähr in diesem Bereich, wobei Merlot klar den Ton angibt. Stilistisch steht Château Simard für einen eher klassischen Saint-Émilion: dunkle Kirsche und Pflaume, rote und schwarze Beeren, dazu Kräuter, Gewürze und eine leicht erdige Würze. Am Gaumen besitzt der Wein ausreichend Substanz, bleibt aber frisch und geradlinig, mit reifem Tannin und ohne übermäßige Holzaromatik. Simard ist damit vielleicht einer der unkompliziertesten Einstiege in die Welt der Familie Vauthier. Wer die Präzision und Philosophie hinter Château Ausone kennt, findet hier dieselbe Familie und denselben Qualitätsanspruch – nur in einer deutlich zugänglicheren und preislich interessanteren Form. Ein Saint-Émilion für den Keller, aber vor allem einer, den man auch einfach gerne trinkt.