Burgenland

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Das Burgenland zählt zu den bedeutendsten Weinbaugebieten Österreichs und erstreckt sich entlang des Neusiedler Sees bis an die ungarische Grenze und ganz unten im Süden sogar an Slowenien.

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Weingut Ziniel - St. Laurent Ried Johannishöhe 2019
Weingut Ziniel - St. Laurent Ried Johannishöhe 2019
Preis: 29,00€ Stückpreis: 38,67€/l

Burgenland

Das Burgenland zählt zu den wichtigsten Weinregionen Österreichs und steht wie kaum ein anderes Gebiet für kraftvolle Rotweine, charaktervolle Weißweine und große Süßweine. Zwischen dem Neusiedler See, dem Leithagebirge, dem Mittelburgenland und dem Eisenberg treffen unterschiedliche Böden, Höhenlagen und Klimazonen aufeinander. Besonders bedeutend sind Blaufränkisch, Zweigelt und Chardonnay, dazu kommen Weißburgunder, Grüner Veltliner, Welschriesling und zahlreiche weitere Sorten. Das Burgenland ist damit deutlich vielfältiger, als es sein Ruf als reine Rotweinregion vermuten.

Das Burgenland lässt sich nicht auf einen einzigen Weinstil reduzieren. Kalk und Schiefer am Leithaberg, schwere Lehmböden im Mittelburgenland, eisenhaltige Böden am Eisenberg und die besonderen Bedingungen rund um den Neusiedler See schaffen eine enorme Vielfalt. Im Mittelpunkt stehen Blaufränkisch und Zweigelt, ergänzt von großen Weißweinen und international renommierten Süßweinen. Gerade diese Kombination aus Wärme, unterschiedlichen Böden und klar definierten Herkunftsgebieten macht das Burgenland zu einer der vielfältigsten und charakterstärksten Weinregionen Österreichs.

Klima

Das Klima im Burgenland ist stark pannonisch geprägt. Heiße, trockene Sommer, viele Sonnenstunden und lange Herbstperioden sorgen für eine sehr gute Ausreifung der Trauben. Gleichzeitig gibt es innerhalb der Region deutliche Unterschiede. Der Neusiedler See wirkt als großer Wärmespeicher und beeinflusst vor allem den Seewinkel und die Gebiete rund um Rust und den Leithaberg. Er mildert Temperaturschwankungen und fördert im Herbst die Bildung von Nebel und Feuchtigkeit – ideale Bedingungen für Botrytis cinerea, die Edelfäule.

Genau deshalb entstehen rund um Illmitz und Rust einige der bedeutendsten Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen Österreichs.

Weiter südlich, etwa im Mittelburgenland und am Eisenberg, spielen kühlere Luftströmungen und stärkere Tag-Nacht-Unterschiede eine größere Rolle. Diese Bedingungen helfen dabei, Säure und Frische zu erhalten – besonders wichtig für Blaufränkisch.

Terroir

Das Burgenland besitzt eine außergewöhnliche geologische Vielfalt. Kalk, Schiefer, Lehm, Ton, Kies, Sand und eisenhaltige Böden wechseln sich auf vergleichsweise engem Raum ab.

Leithaberg – Kalk und Schiefer
Rund um das Leithagebirge dominieren Kalkstein, Muschelkalk und Schiefer. Diese Böden bringen elegante, mineralische Weine mit feiner Struktur hervor. Sowohl Chardonnay und Weißburgunder als auch Blaufränkisch profitieren von diesem Terroir. Die besten Weine vom Leithaberg zeigen oft eine besondere Verbindung aus Reife, Frische und salziger Mineralität.

Mittelburgenland – Lehm und tiefgründige Böden
Das Mittelburgenland wird häufig als Blaufränkischland bezeichnet. Tiefgründige Lehm- und Tonböden können Wasser gut speichern und bieten der Rebsorte auch in heißen Jahren gute Bedingungen. Blaufränkisch entwickelt hier dunkle Frucht, Würze, Struktur und kraftvolle Tannine. Je nach Lage entstehen sowohl zugängliche als auch sehr langlebige Weine.

Eisenberg – Schiefer, Lehm und markante Würze
Im Südburgenland rund um den Eisenberg verändern sich Klima und Böden deutlich. Schiefer, eisenhaltige Lehmböden und kühlere Bedingungen prägen die Weine. Blaufränkisch zeigt hier oft eine straffere, kühlere und würzigere Stilistik mit lebendiger Säure und ausgeprägter Mineralität. Der Eisenberg gehört damit zu den eigenständigsten Rotweinterroirs Österreichs.

Seewinkel – Sand, Kies und Salz
Im Seewinkel dominieren flache Lagen mit Sand, Kies, Schotter und teilweise salzhaltigen Böden. Das warme Klima und die Nähe zu den zahlreichen Salzlacken schaffen ein einzigartiges Mikroklima. Die Region ist berühmt für edelsüße Weine, bringt aber ebenso saftige Weißweine und fruchtbetonte Rotweine hervor.

Blaufränkisch - die rote Identität Österreichs

Die wichtigste rote Rebsorte des Burgenlands ist Blaufränkisch. Keine andere Sorte spiegelt die unterschiedlichen Terroirs der Region so deutlich wider. Am Leithaberg zeigt sie sich häufig elegant und mineralisch, im Mittelburgenland kraftvoll und würzig, am Eisenberg straff, kühl und präzise. Daneben spielt Zweigelt eine wichtige Rolle, besonders im Gebiet rund um den Neusiedler See. Die Sorte bringt saftige, fruchtbetonte Weine hervor und eignet sich sowohl für unkomplizierte als auch für anspruchsvollere Stile. Weitere wichtige rote Sorten sind St. Laurent, Pinot Noir, Merlot und Cabernet Sauvignon.

Bei den Weißweinen sind Chardonnay, Weißburgunder, Grüner Veltliner, Welschriesling, Sauvignon Blanc und Neuburger bedeutend. Besonders Chardonnay und Weißburgunder können auf den Kalkböden des Leithabergs große, langlebige Weine hervorbringen.

Eine besondere Stellung nimmt der edelsüße Wein ein. Vor allem rund um Illmitz und den Seewinkel entstehen durch das spezielle Zusammenspiel von Wärme, Feuchtigkeit und Botrytis außergewöhnliche Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen. Produzenten wie Kracher haben dazu beigetragen, dass das Burgenland heute international zu den bedeutendsten Süßweinregionen der Welt zählt. Die besten Süßweine verbinden enorme Konzentration mit Säure, Frische und bemerkenswerter Langlebigkeit.